Feature

Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau war die letzte Instanz im autoritären und repressiven System der Kinder- und Jugendhilfe in der DDR. Es war ein Heim in einem ehemaligen Gefängniskomplex.

Untergebracht waren dort Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. In den Augen des SED-Regimes galten sie als zu unangepasst, als verhaltensauffällig, als schwer erziehbar. Und in Torgau sollten sie zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ umerzogen werden –  so nannte man das offiziell. In Wirklichkeit wurden die Jugendlichen aber monatelang eingesperrt, gedemütigt, missbraucht, gefoltert.

Mehr als 4.000 Jugendliche wurden dort ab Mai 1964 bis zur Auflösung kurz nach dem Mauerfall eingewiesen. Welche Folgen das für Betroffene hatte, hat und wahrscheinlich immer haben wird, will dieses Feature herausfinden.

Content Note:
In diesem Beitrag werden körperliche Misshandlungen sowie psychische und sexualisierte Gewalt an Minderjährigen in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen der DDR thematisiert – zum Teil aus der Sicht einer Betroffenen.




Idee, Story, Redaktion, Produktion: Oliver Haupt
Musik: Felix Huster
Erzähler: Oliver Haupt
Sprecher: Johannes Schmidt

„Torgau, lebenslänglich“ ist ein Abschlussprojekt im Masterstudiengang „Multimedia und Autorschaft“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Betreuung: Maren Schuster und Patrick Vonderau

Ein besonderer Dank an Corinna Thalheim, Heide Glaesmer und Manuela Rummel